Kategorie: Balkan

Zagreb

28.VI. – 30.VI.2018

Anreise
1 Tag Aufenthalt wegen schlechten Wetters

Marktplatz in Zagreb. Nach dem Regen. Nach dem Markt.

Marktplatz in Zagreb. Nach dem Regen. Nach dem Markt.

Übernachtung in Siget

Cigoc

30.VI.2018 | Zagreb – Cigoc

  • unterwegs: 9:45 – 19:00 Uhr
  • reine Fahrtzeit: 5:09 h
  • Strecke: 99 Km
  • durchschnittliche Geschwindigkeit: 19,28 Km/h
  • Gesamtstrecke: 123 Km

Storchendorf

unterwegs nach Cigoc

unterwegs nach Cigoc

Übernachtung im Etno selo Stara Lonja

Nova Gradiska

1.VII. 2018 | Cigoc – Sicice bei Nova Gradiska

  • unterwegs: 10:00 – 21:00 Uhr
  • reine Fahrtzeit: 7:00 h
  • Strecke: 133 Km
  • durchschnittliche Geschwindigkeit: 18,00 Km/h
  • Gesamtstrecke: 256 Km

Störche entlang der Sava; Storchenfedern gefunden 🙂
in Jasenovac (bekannt wegen seines KZs: das Auschwitz Kroatiens) über die Grenze nach Bosnien bis Gradiska, dort wieder zurück über die Sava auf die kroatische Seite
unterwegs nette Begegnungen mit einem radfahrenden Holländer (auf dem Weg von Albanien nach Italien) und einem Einheimischen mit klapprigem Fahrrad, dem ich meine Pumpe leihe

Storchenweg

Storchenweg

Übernachtung: wild im Wald (von Mücken massakriert)

Slavonski Brod

2.VII.2018 | Sicice – Slavonski Brod

  • unterwegs: 8:40 – 17:00 Uhr
  • reine Fahrtzeit: 5:00 h
  • Strecke: 83 Km
  • durchschnittliche Geschwindigkeit: 14,91 Km/h
  • Gesamtstrecke: 339 Km

Wetter erst bewölkt, dann viel Gegenwind und Sonne: hab mir Beine und Nacken verbrannt
kräftezehrendes Ankämpfen gegen den Wind; immer wieder Pausen in Cafes und Kirchen → kilometerweises Vorarbeiten bis Slavonski Brod

Wegweiser nach Split

Wegweiser nach Split

Übernachtung im Hostel im Zentrum

Brcko

3.VII.2018 | Slavonski Brod – Brcko

  • unterwegs: 11:00 – 20:00 Uhr
  • reine Fahrtzeit: 5:54 h
  • Strecke: 100 Km
  • durchschnittliche Geschwindigkeit: 17,08 Km/h
  • Gesamtstrecke: 439 Km

Samac: beschauliche Stadt im Nichts
bis Brcko kein Gegenwind mehr; dafür ist die Nebenstraße (als solche dargestellt in meiner Karte) zur Direktverbindung nach Belgrad umgewidmet worden (mit dem entsprechenden Schwerlastverkehr – wenn ich hätte überfahren werden sollen, wär heute eine gute Gelegenheit gewesen)
in Brcko der nette Polizist, der mir das Motel in der Tankstelle empfiehlt (gut und billig!); der lustige Junge am Tresen, der sich darüber amüsiert, dass ich mein Fahrrad aufs Zimmer trage

Blick über Brcko. Am Horizont das Minarett der Weißen Moschee.

Blick über Brcko. Am Horizont das Minarett der Weißen Moschee.

Übernachtung im Motel

Priboj

4.VII.2018 | Brcko – Priboj

  • unterwegs: 15:00 – 19:00 Uhr
  • reine Fahrtzeit: 2:52 h
  • Strecke: 42 Km
  • durchschnittliche Geschwindigkeit: 14,57 Km/h
  • Gesamtstrecke: 481 Km

heute Morgen im Radio: „…and for a moment I forget to worry“
nach dem Frühstück Gewitter; es regnet und stürmt; die feuchte Hitze des Morgens ist weggeblasen
kann im Motel warten bis es aufhört zu regnen; liege in einem frisch gemachten Bett und höre auf das Prasseln der Tropfen
hatte für heute sowieso nur eine kurze Etappe geplant
dann: schöne Strecke durch die Hügel, fast idyllisch;
es stören einzig die Minenwarnschilder am Straßenrand
unerwartet ein zauberhaftes Gasthaus, direkt hinter der innerbosnischen Grenze zwischen Republika Srpska und der Föderation

Muslimische Hügel.

Muslimische Hügel.

Übernachtung allein in der Pension „Fontana“

Bratunac

5.VII.2018 | Priboj – Bratunac

  • unterwegs: 11:00 – 19:00 Uhr
  • reine Fahrtzeit: 4:52 h
  • Strecke: 79 Km
  • durchschnittliche Geschwindigkeit: 16,21 Km/h
  • Gesamtstrecke: 561 Km

schlecht geschlafen: viel Sorgen gemacht wegen diverser Unwägbarkeiten der Tour
dafür: großartiges Frühstück mit gebratenem Hühnerfleisch und Rührei
dann entlang des Stausees durch Schmetterlingswiesen bis nach Zvornik an der Drina
langweilige Industriestadt (mit berühmten Fußballclub und schlimmer Vergangenheit im Bosnienkrieg)
tolle Ausblicke auf den Fluß; viel fotografiert
10 Km vor Bratunac: neue Freizeitanlage am Drinaufer mit Sportplätzen, Imbißbuden und Zeltplatz

Verminte Idylle.

Verminte Idylle.

Zeltplatz vor Bratunac

Bajina Basta

6.VII.2018 | Bratunac – Bajina Basta

  • unterwegs: 9:00 – 16:00 Uhr
  • reine Fahrtzeit: 4:03 h
  • Strecke: 61 Km
  • durchschnittliche Geschwindigkeit: 15,02 Km/h
  • Gesamtstrecke: 622 Km

Bratunac, im Bosnienkrieg von ethnischen Säuberungen betroffen
Gulasch zum Frühstück in einer muslimischen Gasstätte
Einkauf in der heißen und lauten Stadt
dann weiter die Drina stromaufwärts
wunderschöne Strecke entlang des weitgeschwungenen Drinabogens: viele Brombeer- und Himbeerplantagen, pitoreske Uferpartien, Schafhirten, rücksichtslose Dorfarbeiter
an einem Brunnen zu hauseigenen Tomaten und Gurken eingeladen: noch nie so leckeres Gemüse gegessen 🙂
auf den letzten Kilometern von einer Gruppe Kinder begleitet, die sich sehr bemühen mit mir Schritt zu halten
vor Bajina Basta über die Drina nach Serbien: das einzige Mal, dass ich an der Grenze komplett gefilzt werde (skeptisch beäugt meine homöopathische Reiseapotheke: die in selbstgefalteten Papiertütchen verpackten Milchzuckerkügelchen)
finde schließlich nach einigem Umherirren und -fragen die Touristeninformation, die niemand zu kennen scheint
bekomme ein preiswertes Zimmer in einer Pension vermittelt; da weder Schlüssel für mein Zimmer noch für die Gaststätte noch für die Garage existieren, nehme ich mein Fahrrad mit aufs Zimmer – zum Entsetzen des Wirts

Die Drina vor Bratunac.

Die Drina vor Bratunac.

Übernachtung in einer stilvoll rustikal eingerichteten Gaststätte

Perucac

7.VII.2018 | Bajina Basta Tagesausflug

  • unterwegs: 10:15 – 18:15 Uhr
  • reine Fahrtzeit: 4:33 h
  • Strecke: 63 Km
  • durchschnittliche Geschwindigkeit: 13,91 Km/h
  • Gesamtstrecke: 685 Km

trübes Wetter und Regen
Tour zum Drina Stausee bei Perucac
im Ort der Vrelo Wasserfall: Mündung des kürzesten Flusses Europas in die Drina
nachdem er Kraftwerk und Forellenzucht passiert hat – maximale Ausnutzung auf 500 Metern Flusslänge
nicht weit dahinter die Staumauer, trutziges Bollwerk mit Fotoverbot
der See selbst unspektakulär mit steilen Ufern
am Infohäuschen trainierende Kampftaucher
wenig Besucherverkehr, keine Badestelle
über dem See schieben sich die Wolken zusammen
bevor die Straße in die Berge abbiegt beginnt der Regen
bei der verlassenen Jugendherberge stelle ich mich unter, völlig durchnäßt
auf dem Rückweg begegnen mir Angler und historische Grabanlagen
von Bajina Basta aus ein zweiter Ausflug
zum Kloster Raca in den Bergen etwas oberhalb der Stadt
auf halber Strecke zum Kloster drei anhängliche ausgesetzte Hundewelpen
die Klosteranlage aus dem 19. Jahrhundert – eine kolorierte Touristenkulisse
aber das Wasser aus dem Brunnen vor dem Eingangstor ist köstlich

Perucac Stausee.

Perucac Stausee.